RECITAL FOR VOICE AND PIANO WITH LIVE VISUAL ART PERFORMANCE

6.11.2015 KOELN

M22STUDIO KOELN:DEUTZ
MATHILDENSTRASSE 22
50679 KOELN
20:00 UHR

Augenmusik ist eine Auffuehrung der Liederzyklen Apparition von George Crumb und Chants de terre et de ciel von Olivier Messiaen für Soprano und Klavier.

Das Projekt Augenmusik beinhaltet eine Live Visual-Art Performance mit abstrakter Zeichnung und Video-Projection, die den musikalischen und textlichen Inhalten eine zusaetzliche Interpretationsebene hinzufügt.

Als Augenmusik bezeichnet man rein optische Erscheinungen im Notenbild einer Komposition. Der Komponist kann dadurch eine symbolische Bedeutung den Kuenstlern kommunizieren, ohne dass sie fuer das Publikum sichtbar ist.

In diesem Recital versuchen wir das Konzept Augenmusik zu erweitern, so dass es nicht nur eine Erweiterung der Notation ist, sondern auch zu einer akustischen und visuellen Erfahrungserweiterung im Rahmen einer Aufführung wird.


APPARITION

ELEGAIC SONGS AND VOCALISES

FUER SOPRANO UND VERSTAERKTES KLAVIER
VON GEORGE CRUMB
TEXTE AUS WALT WHITMAN’S
„WHEN LILACS LAST IN THE DOORYARD BLOOM’D“

CHANTS DE TERRE ET DE CIEL

FUER SOPRANO UND KLAVIER
VON OLIVIER MESSIAEN

UEBER DAS PROJEKT

Die visuelle Performance beinhaltet abstrakte Tuschemalerei und Arbeit mit Licht, Schablonen, Kamerabewegung und Video-Projektion, um eine neue Interpretation von Augenmusik live auf der Bühne zu kreieren. Dabei dienen Notation und Texte der song cycles als Ausgangspunkt. So wird das Konzept Augenmusik um die Ebenen der Zeit und der abstrakten visuellen Interpretation erweitert und eine neue Wahrnehmungsebene wird dem Zuhörer präsentiert. Das Instrument des bildenden Künstlers, der zusammen mit den Musikern auf der Bühne steht, ist eine transparente Glasoberfläche, auf der die Malerei und Lichtchoreograhie stattfinden. Eine Videokamera filmt das Glas von unten und das gefilmte Bild wird auf eine Leinwand projiziert.

Dieses Projekt ist ein Experiment in Aufführungstechniken. Das Interesse des Publikums ist in Stufen in den letzten Jahren runtergegangen. Außerhalb der Musikhochschulen ist die Klassische Branche abhängig von Sponsoren und Fördermitteln. Im Gegensatz dazu hat die Entertainment-Industrie in den letzten Jahrzehnten die Erwartungen und den Geschmack des Publikums neu definiert.

Das bedeutet, dass die Aufführung und Inszenierungstechniken des Art Song Recital Nachholbedarf haben. In unseren Zeiten erwartet das Publikum eine Vielfalt von Aufführungskonzepten und mehrseitiger Inszenierungen. Opera und Shakespeare erfinden sich immer wieder neu. Solang die Inhalte respektiert werden, kann sich die Aufführungsart vom Art Song Recital auch weiterentwickeln.

Es ist eine Notwendigkeit für Künstler sich mit neuen Konzepten für Musikaufführung auseinanderzusetzen in einer Art, die die Integrität der Musik respektiert und das Publikum in einer zeitgenöschischen Art herausfordert. Dadurch wird die Beziehung des Künstlers mit seinem Publikum erweitert und bereichert in einer Art, die künstlerische Vertiefung ermöglicht. Unsere Absicht ist mit diesem Recital das Publikum auf mehreren Ebenen einzubinden und von der Tradition abzuweichen.

DIE INTERPRETEN

ALISON SCHERZER

Die amerikanische Sopranistin Alison Scherzer wurde von der Fachpresse wegen ihrer "hohen, süßen Koloratur" gelobt. Sie absolvierte ihr Gesangsstudium an der angesehenen University of Cincinnati, College-Conservatory of Music, wo sie mit Barbara Paver studierte. Dort gewann sie den Norman Treigle Memorial Award und das Dieterle Chair Scholarship. Sie bekam auch das CCM Spoleto Fellowship, den Mercer Fund, und den University of Cincinnati International Grant für musikalische und linguistische Studien in Spoleto und Lucca (Italien) und Lyon (Frankreich).

Auf der Bühne sang sie Zerlina in Don Giovanni, Mrs. Nordstrom in Stephen Sondheims A Little Night Music, Lucy in Menottis The Telephone, Curley’s Wife in Carlisle Floyds Of Mice and Men, Zerbinetta und Najade in Ariadne auf Naxos, und Mabel in Pirates of Penzance. Als Solistin sang Alison Scherzer Poulencs Gloria, Mozarts Exsultate Jubilate und Vesperae solennes de confessore, Saint-Saëns’ Weihnachtsoratorium, Faurés Requiem, Orffs Carmina Burana, Brahms’ Deutsches Requiem, und Lieschen in Bachs Kaffee Kantate. Sie ist Interpretin der traditionellen und modernen, sowie von Kabarett-Musik. Sie ist auch Solistin in der Operngruppe The Cast.

Des Weiteren beteiligte sich Alison Scherzer am Wernigeröder Schlossfestspiele, am Pine Mountain Music Festival, am CCM Spoleto, am Grandin Vocal Chamber Music Festival, am Opera Theater and Music Festival of Lucca, am AIMS Music Festival in Graz, und am Wesley Balk Opera/Music-Theater Institute.

WWW.ALISONSCHERZER.COM

KRISTI BECKER

Die Pianistin Kristi Becker hat in nahezu allen Ländern Europas, in Asien und den USA konzertiert und ist besonders bekannt als Interpretin von Neuer und Neuester Musik. In enger Zusammenarbeit mit namhaften Komponisten und Komponistinnen aus aller Welt hat sie neue Werke aus der Taufe gehoben, die nicht selten für sie komponiert wurden. Geboren wurde sie im amerikanischen Bundesstaat Iowa, kam während des Studiums als Fulbright Stipendiatin nach Freiburg i. Br., zog dann später nach Köln und Detmold, wo sie seit vielen Jahren an der Musikhochschule unterrichtet.

Eine besondere Liebe zu Kammermusik realisiert sie im Zusammenspiel mit renommierten Ensembles aber auch in Duo oder Trio. Konzertiert hat sie oft mit Orchestern in Köln, Stuttgart, Saarbrücken, Frankfurt, Baden-Baden und Freiburg, Hilversum, Düsseldorf und Bochum. Sie ist eine gern gesehene Gast bei den renommiertesten Festivals für zeitgenössische Musik wie Ars Nova SWF, Donaueschingen, Holland Festival, Nuova Consonanza Rom, Recontres Internationales Metz, Musik der Zeit WDR, NovAntiqua Deutschlandfunk, Akiyoshidai Festival Japan, Darmstädter Ferienkurse, u.a.


JORGOS KATSIMISOULIAS

Jorgos Katsimitsoulias kommt ursprünglich vom klassichen freien Zeichnen. Er schloß sein Studium in Visueller Kommunikation / Grafikdesign an der FH Dortmund in 2002 ab mit der Diplomarbeit live drawing – Zeichnen im öffentlichen Raum.

2007 hat er die Arbeit an dem Projekt Soundsketching zusammen mit Ilias Ntais aufgenommen, einer live audiovisueller Performance mit Musik, abstrakter Zeichnung und Video-Projektion. Soundsketching gewann 2009 den JazzWerkRuhr Preis. Nach Konzerten in Deutschland und Spanien, wird in 2016 ein Dokumentarfilm über das Projekt veröffentlicht.

Als Filmemacher legt Jorgos den Fokus auf Projekte mit einem starken musikalischen Inhalt. In 2013 führte er Regie bei Jazzsoup, einem Dokumentarfilm über das Jazz-Orchester The Dorf. Der Film wurde bundesweit in ausgewählten Programmkinos gezeigt.

Mai 2015 fand die Premiere des Musikdokumentarfilms Operatic statt, über das internationale Opern-Ensemble The Cast. Ende 2015 wird INSPIRATIONTS veröffentlicht, ein experimenteller Dokumentarfilm über Kreativität und Inspiration.



WWW.SOUNDSKETCHING.COM
WWW.INSPIRATIONTS.COM
WWW.JAZZSOUP.DE
WWW.OPERATICTHEFILM.COM